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Kunstköder wie Spinner, Wobbler, Blinker, Twister und Gummifische werden vor allem zum Fang von Barsch, Hecht, Rapfen, Wels und Zander eingesetzt. Anfang des letzten Jahrhunderts, zogen die Angler meist noch mit selbst gebauten künstlichen Ködern ans Wasser. Heute bietet die Angelgeräteindustrie ein inzwischen unüberschaubares Sortiment an verschiedensten Kunstködern an. Um Ihnen die Orientierung und eine eventuelle Kaufentscheidung etwas zu erleichtern, möchte ich hier verschiedene, fängige Kunstköder vorstellen. Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann diese Übersicht natürlich nicht haben, da nahezu täglich neue Kunstköder erfunden werden. Was die Farbe betrifft, gilt als Faustregel => Bei klarem Wasser und hellem Licht - dunkle und natürlich gefärbte Kunstköder. Bei trüben Wetter und dunkler Witterung - helle, auffällige Kunstköder. Allerdings habe ich es auch mehrfach erlebt, dass bei strahlendem Sonnenschein und klarem Wasser, die Bisse nur auf knallbunte Köder kamen. Also bei vermeintlich guten Stellen, aber ausbleibenden Bissen, etwas experimentieren.
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Blinker sind im Prinzip ein gewölbtes Blech, welches im Wasser taumelnde Bewegungen vollführt. Sie haben ein relativ hohes Eigengewicht und lassen sich dadurch einfach und weit werfen. Blinker werden tief und langsam angeboten. Hauptbeute sind Hecht und Wels.
 Effzet - Blinker Löffel - Blinker
Gummiköder sind relativ neu. Sie bestehen, wie der Name schon sagt, aus einer Gummimischung und imitieren Fische (Shad), Krebse und Würmer (Twister). Diese Köder werden auf einen speziellen Haken mit Bleikopf (Jighaken) montiert und sind bei richtiger Führung sehr fängig. Entscheiden für die Fängigkeit ist aber auch die Qualität der Gummimischung. Diese sollte möglichst weich sein, damit der Köder ein lebhaftes Eigenspiel entwickelt. Ausserdem sollte der Schwanz des Köders breit sein, um dem Wasser mehr Widerstand zu bieten. Auch dadurch werden lebhaftere Bewegungen erzeugt. Der Schwanz von guten Shad’s steht idealerweise in einem Winkel von 75-90° zum Schwanzstiel.
 Einfach - Twister Doppelschwanz - Twister
 Shad mit Schaufelschwanz Shad mit Twisterschwanz Jighaken
Spinner besitzen ein oder zwei (Tandemspinner) gewölbte Plättchen, die sogenannten Spinnerblätter. Diese rotieren beim Zug um die Spinnerachse und erzeugen dadurch Druckwellen, welche die Raubfische anlocken. Es gibt inzwischen auch Spinner mit angehängten Gummifisch oder -wurm. Dies sind oft besonders erfolgreiche Köder.
 Bleikopf-Spinner Tandem-Spinner
 Glocken-Spinner Spinner mit Gummifisch
Wobbler Wobbler sind dreidimensionale Kunstköder aus Holz oder Kunststoff. Die meisten Modelle sind mit einer Tauchschaufel ausgestattet, welche die Tauchtiefe bestimmt. Eine kurze, relativ steile Tauchschaufel lässt den Flachläufer erkennen, lange und flache Tauchschaufeln bringen den Wobbler schnell auf Tiefe. Wobbler vollführen je nach Modell taumelnde bis ruckartige Bewegungen. Man unterscheidet in schwimmende, schwebende und sinkende Wobbler. Ausserdem gibt es ein-, zwei- und dreiteilige Wobbler. Die mehrteiligen Wobbler sind beweglicher, aber lassen sich meist schlechter werfen. Um den Reiz auf den Fisch zu erhöhen, sind einige im Inneren mit Rasselkugeln ausgestattet. Bei Markenwobblern ist die Tauchtiefe auf der Verpackung angegeben, wodurch sich diese sehr gezielt einsetzen lassen.
 Dreiteiliger flachlaufender Wobbler Einteiliger tieftauchender Wobbler
Einteiliger flachlaufender Wobbler Tieftauchender Wobbler mit Gummischwanz Oberflächen-Wobbler ohne Tauchschaufel
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